Invasive Art · Neobiota

Der stille
Eindringling

Ailanthus altissima · Mill. (Swingle)

Der Götterbaum wächst schnell, verdrängt heimische Pflanzen und schädigt Gebäude. Er breitet sich in Berlin rasant aus — auf Brachflächen, an Gleisen, in Mauerritzen. Erkennen, melden, entfernen.

5m Wachstum / Jahr
325k Samen / Baum
1761 In Europa seit

Eine Art, die
alles verändert.

🌱
Aggressiver Wuchs

Der Götterbaum wächst bis zu 5 Meter pro Jahr — schneller als fast jede heimische Baumart. Er besiedelt Baulücken, Gleisanlagen und Mauerspalten innerhalb weniger Wochen.

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Allelopathisch

Die Pflanze gibt giftige Substanzen (Ailanthon) in den Boden ab, die das Wachstum anderer Pflanzen aktiv hemmen oder abtöten. Eine natürliche chemische Waffe.

🏚️
Gebäudeschäden

Seine Wurzeln dringen in Fundamente, Kanalisation und Mauerwerk ein. Schäden an Gehwegen, Leitungen und Gebäuden kosten Städte jährlich Millionen Euro.

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Klimagewinner

Hitzesommer und milde Winter begünstigen den Götterbaum. Klimawandel beschleunigt seine Ausbreitung in Deutschland dramatisch — er gilt als Gewinner des Klimawandels.

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Gesundheitsrisiken

Der Pollen des männlichen Baumes kann Allergien auslösen. Hautkontakt mit Blättern und Rinde kann zu Dermatitis führen. Alle Teile der Pflanze gelten als schwach giftig.

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Artenverdrängung

Heimische Insekten und Vögel nutzen den Götterbaum kaum. Wo er dominiert, verlieren einheimische Ökosysteme ihre Artenvielfalt — Schmetterlings- und Bienenhabitate schwinden.

So erkennst du
den Götterbaum.

🍃 Blätter
Gefiedert, 40–90 cm lang, mit 13–25 Blättchen. Jedes Blättchen hat an der Basis 1–3 charakteristische Zähne mit einer Drüse darunter — einzigartiges Merkmal.
👃 Geruch
Zerriebene Blätter riechen unangenehm — ranzig, manche sagen „Erdnussbutter". Dieser Geruch ist das zuverlässigste Erkennungsmerkmal überhaupt.
🪵 Rinde
Hellgrau, glatt bis leicht rissig, mit hellen Längsstreifen. Junge Triebe sind behaart und rötlich-braun, auffallend dick und kräftig.
🌰 Früchte
Geflügelte Samen (Samara) in dichten roten bis braunen Büscheln, sehr auffällig von August bis Winter. Ein Baum produziert bis zu 325.000 Samen pro Jahr.
📈 Wuchs
Extrem schnell, bis 5 m/Jahr. Junge Pflanzen haben dicke, trotzige Triebe. Nach dem Fällen treibt er aus Stumpf und Wurzeln massiv wieder aus — oft noch stärker.
⚠ Ähnlich
Verwechslung möglich mit Eschenahorn (Acer negundo) oder Walnuss (Juglans regia). Unterschied: Zahndrüsen und unangenehmer Geruch sind beim Götterbaum einzigartig.

Beim Entfernen bitte beachten:

Das Fällen allein reicht nicht. Götterbäume treiben aus Wurzeln und Stümpfen massiv wieder aus — manchmal noch stärker als zuvor. Professionelle Entfernung mit Wurzelentnahme oder Behandlung des Stumpfes mit zugelassenen Mitteln ist notwendig. Nicht kompostieren — Samen und Wurzelteile können keimen. Kontakt zur Berliner Forstverwaltung oder BUND empfohlen.

Ursprünglich aus Nordchina und Taiwan, wurde Ailanthus altissima 1761 nach Europa eingeführt — zunächst als Zierbaum und möglicher Nahrungslieferant für Seidenraupen. Heute gilt er in ganz Europa, Nordamerika und Australien als einer der problematischsten invasiven Bäume überhaupt.

Wo wächst er
in Berlin?

Wir haben Standorte dokumentiert. Auf der Karte siehst du, wo Götterbäume in unserer Nachbarschaft gesichtet wurden.

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Götterbaum-
Standorte

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54Erfasste Standorte
Legende
Götterbaum-Sichtung