Der Götterbaum wächst schnell, verdrängt heimische Pflanzen und schädigt Gebäude. Er breitet sich in Berlin rasant aus — auf Brachflächen, an Gleisen, in Mauerritzen. Erkennen, melden, entfernen.
Der Götterbaum wächst bis zu 5 Meter pro Jahr — schneller als fast jede heimische Baumart. Er besiedelt Baulücken, Gleisanlagen und Mauerspalten innerhalb weniger Wochen.
Die Pflanze gibt giftige Substanzen (Ailanthon) in den Boden ab, die das Wachstum anderer Pflanzen aktiv hemmen oder abtöten. Eine natürliche chemische Waffe.
Seine Wurzeln dringen in Fundamente, Kanalisation und Mauerwerk ein. Schäden an Gehwegen, Leitungen und Gebäuden kosten Städte jährlich Millionen Euro.
Hitzesommer und milde Winter begünstigen den Götterbaum. Klimawandel beschleunigt seine Ausbreitung in Deutschland dramatisch — er gilt als Gewinner des Klimawandels.
Der Pollen des männlichen Baumes kann Allergien auslösen. Hautkontakt mit Blättern und Rinde kann zu Dermatitis führen. Alle Teile der Pflanze gelten als schwach giftig.
Heimische Insekten und Vögel nutzen den Götterbaum kaum. Wo er dominiert, verlieren einheimische Ökosysteme ihre Artenvielfalt — Schmetterlings- und Bienenhabitate schwinden.
Das Fällen allein reicht nicht. Götterbäume treiben aus Wurzeln und Stümpfen massiv wieder aus — manchmal noch stärker als zuvor. Professionelle Entfernung mit Wurzelentnahme oder Behandlung des Stumpfes mit zugelassenen Mitteln ist notwendig. Nicht kompostieren — Samen und Wurzelteile können keimen. Kontakt zur Berliner Forstverwaltung oder BUND empfohlen.
Ursprünglich aus Nordchina und Taiwan, wurde Ailanthus altissima 1761 nach Europa eingeführt — zunächst als Zierbaum und möglicher Nahrungslieferant für Seidenraupen. Heute gilt er in ganz Europa, Nordamerika und Australien als einer der problematischsten invasiven Bäume überhaupt.
Wir haben Standorte dokumentiert. Auf der Karte siehst du, wo Götterbäume in unserer Nachbarschaft gesichtet wurden.
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